Mobile Ad Spendings übersteigen die kumulierten Umsätze aller klassischen Medien in den USA

Gemäss einer aktuellen Schätzung von eMarketer haben im vergangenen Jahr die US-Investitionen in Mobile Advertising diejenigen in TV um über 6 Mia. USD überstiegen. Innert Jahresfrist wird ein weiteres Wachstum auf 43 Prozent Anteil der gesamten Werbeausgaben erwartet. Damit wird erstmals mehr in Mobile Advertising investiert als in alle klassischen Medien zusammen.

«Sogar die Hochburgen des Fernsehens, wie live Sport oder Nachrichten, verschieben sich vermehrt ins Internet, und die Leute konsumieren sie unterwegs über Mobile Devices», sagt Martín Utreras, Vice President of Forecasting bei eMarketer. «Das Publikum wendet sich weiter von traditionellen Medien ab und die Werbeausgaben folgen.»

Vergangenes Jahr hätten die Investitionen in Mobile Advertising über 75 Mia. USD ausgemacht. Das ist mehr als Fernsehen (69.87 Mia.) und deutlich mehr als Print (18.74 Mia.), Radio (14.41 Mia.) und Out of Home (8.08 Mia). Am Ende der prognostizierten Zeitperiode in drei Jahren wird erwartet, dass die Werbeausgaben für Mobile doppelt so hoch sein werden wie diejenigen fürs Fernsehen.

Selbst in der Schweiz, wo sich traditionelle Medien wie Print oder TV einem verhältnismässig grossen Publikum erfreuen, wird 2019 mit einem Zuwachs der digitalen Werbeausgaben um 6,5 Prozent gerechnet. Gemäss aktueller Prognose von eMarketer ist die Schweiz einer der fortschrittlichsten Märkte für Internet- und Mobilfunknutzung in Zentraleuropa. «Auch in der Schweiz wird mehr als die Hälfte der digitalen Werbeinvestitionen in diesem Jahr auf Mobile entfallen», sagt Jasmine Enberg, Analystin bei eMarketer.

«Bezüglich des Fernsehens bewegen sich Inhalte wie News und Sport Richtung Online», sagt Utreras, «also erwarten wir, dass sich die Ausgaben ebenfalls dahin verschieben werden.» Innerhalb der digitalen Medien bleibt Mobile weiterhin der wichtigste Wachstumstreiber.